Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will den Schutz von Frauen und Kinder in Flüchtlingsunterkünften verbessern. Dazu sollen zusammen mit Wohlfahrtsverbänden zusätzliche Stellen für Ansprechpartner geschaffen werden, die die Arbeit von Beratungsstellen, Frauenhäusern und Ämtern koordinieren. Zunächst sollen diese Arbeitsplätze in 25 Flüchtlingsheimen eingerichtet werden, die mit jeweils 40.000 Euro gefördert werden, teilte das Ministerium unserer Redaktion mit.
Diese Fachkräfte sollen auch für die Etablierung von Beratungsstrukturen in den Einrichtungen sowie für die Schulung von ehrenamtlichen und festangestellten Mitarbeitern zuständig sein. Dies soll auch der Vorbeugung möglicher Übergriffe auf Frauen in den Unterkünften dienen.
Ministerium startet auch Förderprogramm
Darüber hinaus startet das Bundesministerium in diesem Monat ein Förderprogramm gemeinsam mit der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau), um Flüchtlingsunterkünfte zum besseren Schutz von Frauen und Kindern umzubauen. Mit dem Programm werden Investitionskredite mit einem Gesamtvolumen von bis zu 200 Millionen Euro bereitgestellt, so das Ministerium. Kredite können von den Kommunen beantragt werden. (gau)


