Wahlkampf

„Konsequent Abschieben“: NPD-Plakat wird zur Lachnummer

Die NPD befindet sich in drei Bundesländern im Wahlkampf. Ihre Plakate sorgen im Internet für Begeisterung – aber anders als geplant.

Mit diesem Plakat betreibt die NPD derzeit Wahlkampf.

Mit diesem Plakat betreibt die NPD derzeit Wahlkampf.

Foto: Screenshot Facebook

Berlin.  Vor den anstehenden Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg versuchen die Parteien wieder auf Wählerfang zu gehen. Einige wollen dabei von der Flüchtlingskrise profitieren. Während die AfD offenbar auf Parolen setzt, die Grenzen wenn nötig auch mit Waffengewalt zu verteidigen, plädiert die NPD auf „konsequente Abschiebung“ – und stellt sich damit selbst ein Bein.

Auf Plakaten fordert die rechtsextreme Partei neben dem Bild eines Flugzeugs: „Konsequent Abschieben“. Dazu steht weiter unten geschrieben: „Unser Volk zuerst“. In den sozialen Netzwerken wird dieses Vorhaben als die beste Idee gefeiert, die die NPD jemals hatte. Immerhin liest sich ihr Wahlversprechen so, als würden sie nicht die Flüchtlinge, sondern sich selbst und die restlichen Deutschen zuerst außer Landes bringen wollen.

„Macht es gut und kommt nie wieder“

Die größte Aufmerksamkeit fand zunächst die Plakatierung der Landespartei Rheinland-Pfalz, das rege auch von den NPD-Anhängern in anderen Bundesländern geteilt wurde – vor allem zur Belustigung der Facebook-Nutzer. Nachdem auch die Kölner NPD das Plakat im sozialen Netzwerk veröffentlich hatte, hagelte es Spott und Häme. „Ich nenne euch gerne ein paar sichere Länder. Wer hätte gedacht, dass die NPD mal selbst geht und von der Bildfläche verschwindet“ oder „Darf ich euch beim Packen helfen? Macht es gut und kommt nie wieder!“, waren nur zwei der zahlreichen Kommentare.

In den Straßen Baden-Württembergs und von Sachsen-Anhalt sind ähnliche Plakate zu finden.

In Baden-Württemberg haben die Parteianhänger ihren Fauxpas jedoch mittlerweile realisiert und sind um Aufklärung bemüht. Natürlich würden sie noch ein wenig im Land bleiben, schrieben sie zu einem Foto ihrer eigenen Plakatierarbeit. Gefallen wird diese Nachricht den begeisterten Kommentatoren nicht.