Berlin –

Donald Trump soll keine Adele-Songs mehr spielen

Berlin.  Spätestens seit dem Song ­„Dear Mr. President“ der Sängerin Pink weiß man, dass Musikstars zuweilen wenig Sympathie für Politiker empfinden. Das Stück war quasi ein offener Brief an George W. Bush zu dessen Amtszeit als 43. US-Präsident. Nun ist Donald Trump noch nicht mal Präsident, sieht sich aber schon im Kandidatenrennen mit deutlicher Ablehnung konfrontiert.

Gerade hat der britische Popstar Adele Trump wissen lassen, sie wünsche nicht, dass der Republikaner seine Wahlkampfveranstaltungen mit ihrer Musik anheize. Dort war zuletzt außer dem James-Bond-Song „Skyfall“ auch ihr Superhit „Rolling in the Deep“ zu hören. „Adele hat keiner politischen Kampagne die Erlaubnis gegeben, ihre Musik zu verwenden“, sagte ein Sprecher der Künstlerin dem US-Sender CNN.

Solche Klagen gab es zuvor auch schon seitens der Musikerlegenden Neil Young und Michael Stipe (R.E.M.). Trump hatte Youngs Klassiker „Rockin’ in the Free World“ als Einlaufmusik zur Verkündung seiner Präsidentschaftskandidatur im New Yorker Trump-Tower missbraucht. Und dass, obwohl der im November 1989 veröffentlichte Song bekanntermaßen eine unverhohlene Abrechnung mit der Präsidentschaft von Ronald Reagan war. Youngs Widerspruch ließ nicht lange auf sich warten. Trump habe kein Recht, den Song bei seinen Auftritten zu verwenden. Zumal der Kanadier Young erklärter Sympathisant des Demokraten Bernie Sanders ist.

Michael Stipe (56) mochte seine Abneigung noch deutlich weniger verhehlen. In wenig schmeichelhaften Worten teilte er dem Trump-Stab mit: „Fickt euch, ihr traurigen, Aufmerksamkeit heischenden, machthungrigen kleinen Männer. Verwendet bloß nicht meine Musik oder Stimme für eure debile Farce einer Kampagne.“

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