Patenschaftsprogramm

Manuela Schwesig sucht 25.000 Paten für Flüchtlinge

Ein Programm der Familienministerin soll Paten unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge unterstützen. Dafür gibt es 10 Millionen Euro.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig stellte am Dienstag ihr Projekt „Menschen stärken Menschen“ vor. Sie will Patenschaften für Flüchtlinge fördern.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig stellte am Dienstag ihr Projekt „Menschen stärken Menschen“ vor. Sie will Patenschaften für Flüchtlinge fördern.

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin.  Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will zehn Millionen Euro in ein Programm zur Unterstützung von Patenschaften für Flüchtlinge investieren. Mit dem Programm „Menschen stärken Menschen“ sollen vor allem Vormünder, Paten und Gastfamilien für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge unterstützt werden. Die Familienministerin stellte das Programm am Dienstag in Berlin vor.

In diesem Jahr sind 25.000 neue Patenschaften für minderjährige Flüchtlinge geplant. Ziel sei es, die spontane Hilfsbereitschaft vieler Menschen „in ein möglichst dauerhaftes Engagement zu übertragen,“ sagte die Ministerin. „Mit ,Menschen stärken Menschen’ wollen wir die zu uns geflüchteten Familien, Frauen, Männer und Kinder dabei unterstützen, in unserer Gesellschaft anzukommen und sich hier eine neue Zukunft aufzubauen.“ Die Regierung stellt zehn Millionen Euro zur Verfügung. Der Großteil davon ist für den Aufbau der Patenschaften und für die Begleitung und die Qualifizierung der Paten-Tandems eingeplant.

Dauerhafte persönliche Begegnungen wichtig

Integration sei mehr als der Gang zum Sprachkurs oder Arbeitsamt. Wichtig seien dauerhafte persönliche Begegnungen. „Davon profitieren nicht nur die geflüchteten Menschen, sondern auch die Patinnen und Paten und damit unsere gesamte Gesellschaft,“ zitiert das Bundespresseportal die Familienministerin.

Das Programm richtet sich an Wohlfahrtsverbände, muslimische Verbände, Migrantenorganisationen, Stiftungen und Freiwilligenagenturen. Informieren können sich Interessierte unter der Nummer 0800-2005070 . (jha/epd)