Die Berliner Bildungsverwaltung will den Schwimmunterricht für Schüler ausweiten, weil an einigen Schulen die Turnhallen mit Flüchtlingen belegt sind und der Sportunterricht deshalb zum Teil ausfällt. „Wir wollen die Bezirke mit dieser Initiative unterstützen“, sagte Verwaltungssprecher Thorsten Metter. Die Verwaltung habe bei den Berliner Bäderbetrieben angefragt, ob die Kapazitäten für Schüler erweitert werden können, bestätigte auch Bädersprecher Matthias Oloew. Konkrete Zahlen könne die Verwaltung noch nicht nennen.
Die Nutzung von Schwimmhallen sei ein möglicher Weg für Alternativen zu Turnhallen, die für den Schulsport geschlossen wurden, so Metter. Laut Gesundheits- und Sozialverwaltung sind derzeit 23 Schulsporthallen in Berlin mit Flüchtlingen belegt. Die betroffenen Schulen versuchten durch Kooperationen mit anderen Betreibern von Sporthallen, den Ausfall des Schulsportunterrichts zu kompensieren. Das sei laut Metter aber sicher nicht immer möglich. „Die Situation ist sehr schwierig.“
Die Bäderbetriebe erwarten hingegen, dass die Verwaltung zunächst prüft, wie die bereits bestehenden Zeiten effektiver genutzt werden können. Bereits jetzt gibt es laut Oloew Konflikte zwischen den Badegästen. Seinen Angaben zufolge stehen die Hallen je zur Hälfte der Öffentlichkeit sowie Schulen und Vereinen zur Verfügung. Um Konflikte zu vermeiden, versuchten die Bäderbetriebe, die Nutzergruppen zu trennen.
dpa

