Integration

Schwesig fordert Patenschaften für Flüchtlinge von Muslimen

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) wünscht sich, dass muslimische Familien Patenschaften für Flüchtlinge übernehmen.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) wünscht sich, dass muslimische Familien Patenschaften für Flüchtlinge übernehmen.

Foto: Reto Klar

Familienministerin Schwesig will Muslime in Deutschland bei der Flüchtlingsintegration stärker einbinden – etwa über Patenschaften.

Berlin.  Familienministerin Manuela Schwesig hat die Muslime in Deutschland aufgerufen, zur Integration von Flüchtlingen beizutragen. „Familien, die hier schon leben, können die Patenschaft für Flüchtlingsfamilien übernehmen“, sagte die stellvertretende SPD-Vorsitzende unserer Redaktion.

„Ich wünsche mir, dass daran gerade auch muslimische Familien mitwirken. Sie können Kulturdolmetscher sein und einen wichtigen Beitrag zur Integration leisten.“ Zuvor hatte die SPD in einem 12-Punkte-Plan für Zusammenhalt und Integration ein bundesweites Patenschaftsprogramm „Wir in Deutschland“ mit Partnern aus dem Stiftungssektor und der Wirtschaft in Aussicht gestellt.

Das Vorhaben der Union, Migranten vertraglich zur Integration zu verpflichten, lehnte Schwesig ab. „Es kommt nicht auf eine Unterschrift auf einem Blatt Papier an. Es kommt darauf an, dass die Werte tatsächlich vermittelt werden“, sagte sie. „Deswegen sollte es für jeden Mann und jede Frau einen verpflichtenden Integrationskurs mit Sprach- und Wertevermittlung geben.“ Dafür sei das Grundgesetz die beste Basis. (BM)

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