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Aktion „Hass hilft“ wandelt Hass-Kommentare in Spenden um

„Hass hilft“ ist eine kreative Spendenaktion auf Facebook: Mit jedem Hass-Kommentar schneiden sich Fremdenhasser ins eigene Fleisch.

Jeden Hass-Kommentar wandelt „Hass hilft“ in einen Spenden-Euro für Flüchtlinge und gegen Rechts um.

Jeden Hass-Kommentar wandelt „Hass hilft“ in einen Spenden-Euro für Flüchtlinge und gegen Rechts um.

Foto: Screenshot: hasshilft.de / BM

Hass kann niemals eine Lösung sein. Aber Hass kann helfen – zumindest, wenn die Gesellschaft Demokratische Kultur (ZDK) dahintersteckt. Mit ihrer neuen Facebook-Aktion „Hass hilft“ macht sie Hass zur Hilfe für Flüchtlinge und gegen Rechts. „Wir wandeln jeden menschenverachtenden Kommentar in eine Spende von 1 Euro um“, heißt es auf der Internetseite der Initiative.

Jeder verbreitete Hass-Kommentar im Internet wird so zur unfreiwilligen Spende. Hasser und Hetzer spenden sozusagen gegen sich selbst. Als Hass-Kommentare gelten dabei Äußerungen in sozialen Netzwerken, in denen Menschen erniedrigt, verunglimpft oder in ihrer Menschenwürde herabgesetzt werden. Beispiele dafür finden sich auf der Internetseite von „Hass hilft“. „Der knüppel liegt schon bereit!“, schreibt demnach eine Kerstin N. „Heimschicken das unverschämte Pack! Gib ihnen den kleinen Finger und sie reissen dir den Arm aus“, schreibt ein gewisser Hape.

Spenden gehen an Flüchtlingsprojekte und Aussteigerprogramme

Das gesammelte Geld geht zum einen an die „Aktion Deutschland hilft“, die mit ihren Projekten Flüchtlinge unterstützt. Zum anderen erhält das Aussteigerprojekt für Rechtsextreme „EXIT-Deutschland“ einen Teil der Spenden. Die Spenden finanzieren die Unterstützer des Projekts. So spenden als Partner der Aktion der Fußballverein FC St. Pauli und der Bezahl-Fernsehsender Sky. Auch Facebook selbst unterstützt die Initiative.

Gestartet ist „Hass hilft“ am späten Donnerstagabend. Bis Freitagmittag kamen bereits mehr als 240 Euro durch unfreiwillige Spenden zusammen. Schon 2014 hatte die ZDK mit einer anderen kreativen Aktion gegen Rechts große Aufmerksamkeit gezogen. Unter dem Motto „Rechts gegen Rechts“ hatte sie eine Nazi-Demonstration in Bayern zu einem Spendenlauf umgewandelt.