Zum Artikel: „Stadtrat will Café Kranzler erhalten“ vom 10. Oktober
Es ist ja im Prinzip nur noch ein Rumpf vorhanden und damit ist das Ensemble mit einem Straßencafé sowieso unwiderruflich zerstört. Berlin schafft sich ab. Zurück bleibt, wie so oft, eine kalte, nichtssagende eintönige Architektur wo der Mensch sich gleich einer Ameise verbunden fühlt, wie zum Beispiel in der Umgebung des Hauptbahnhofs.
Man kann jetzt schon davon ausgehen, wenn Bezirksstadtrat Marc Schulte der Meinung ist, dass der neue Bau Diskussionen hervorruft, dass eine neue moderne absurde, abweisende kalte Architektur bald den Kurfürstendamm ziert.
Eine Frage: Warum wird das neue Projekt Kranzler nicht mal bildlich vorgestellt? Zumindest konnte der Wasserklops vor dem Europa Center gerettet werden.
Thomas Hansen, Reinickendorf
Ein Spiel in der Nationalelf
steigert den Marktwert
Zum Artikel: „Plötzlich ein Endspiel für Löw“ vom 10. Oktober
Wieso erhalten unsere Fußballmillionäre 20.000 Euro pro Spiel, auch wenn sie grottenschlecht spielen? Sie werden doch von ihren Vereinen bezahlt. Wieso gibt es da überhaupt Extraprämien vom DFB? Ist es nicht eine Ehre für sein Land zu spielen? In der Nationalelf steigern sie doch ihren Marktwert. Ist aber wie bei den Bankenbossen. Die können noch so große Verluste machen, erhalten dennoch ihre Boni.
Dieter Reuter, Wedding
Ein-Cent-Münzen fürdie Flüchtlingshilfe spenden
Zum Artikel: „Schulbildung für Migrantenkinder kostet 2,3 Milliarden“
Auch ich plädiere dafür, auf diese eigentlich kaum mehr praktikablen 1-Cent-Münzen, gegebenenfalls sogar auch die 2-Cent-Münzen umgehend zu verzichten. An der Preisgestaltung der Shops und Kaufhäuser muss sich dadurch ja nichts ändern. Mein Vorschlag: Jeder Bürger verzichtet auf das ihm eigentlich zustehende Wechselgeld bei der gängigen 99-Cent-Auspreisung hinter dem Eurobetrag. Die Händler haben alle elektronische Kassen, da sollte dann am jeweiligen Abrechnungszeitpunkt dadurch ein Plusbetrag erscheinen, welcher auch fiskalisch nachvollziehbar ist. Dieser Betrag könnte dann auf ein (von der Regierung?) eingerichtetes Konto überwiesen werden, welches dann der Flüchtlingshilfe zugutekommt.
Die Händler haben dadurch keinerlei steuerliche Mehrleistungen zu leisten und jeder Bürger trägt so auch zu unserem gemeinsam zu lösenden Flüchtlingsproblem bei – ohne dass es für den Einzelnen schmerzhaft ist. Auch die Herstellung weiterer Münzen kann gestoppt werden. Bundesweit kommt sicher ein ganz erstaunlicher Betrag zusammen und würde die jetzt schon angespannten Kassen von Bund und Ländern zumindest etwas entlasten.
Bernd Ebner, Lichterfelde
Olympia-Pläne ohne Konzeptfür benachbarte Stadtteile
Zum Artikel: „Ehrliche Zahlen statt Schönwetterannahmen, bitte“ vom 8. Oktober
Das eigentliche Problem der Hamburger Olympiabewerbung besteht weniger im taktisch bereits zu Beginn möglichst hoch angesetzten finanziellen Rahmen als vielmehr darin, dass sich der Senat weiterhin einem Konzept verweigert, wie er in den direkt benachbarten ärmeren Stadtteilen Veddel sowie Grasbrook bei einem Zuschlag einen starken sozialen Verdrängungsprozess, wie es ihn bei nahezu allen großen globalen Sportereignissen in der jüngeren Vergangenheit gegeben hat, verhindern will.
Rasmus Ph. Helt, per E-Mail

