Zum Artikel: „Die Herkulesaufgabe der Flüchtlingskanzlerin“ vom 11. September
Es wundert mich wirklich sehr – und nicht nur mich –, wie viele junge, wohlgenährte, gut gekleidete und offensichtlich ohne Blessuren davongekommene Männer hier ankommen. Haben sie die weniger glücklichen und ihre alten Eltern ihrem Schicksal überlassen? Sind das die Flüchtlinge, die wirklich Hilfe brauchen? Wie werden sich die Syrer nun hier verhalten? Geht ihr Bürgerkrieg hier weiter? Zu den Flüchtlingen vom vergleichsweise friedlichen Balkan ist zu sagen: So lange die Menschen, die immer hier gelebt und gearbeitet haben, nicht optimal versorgt werden, sehe ich keine Notwendigkeit, diese Leute aufzunehmen. Ich habe zudem noch nie erlebt, dass die Menschen, die jetzt zu Tränen gerührt sind, schon mal in Altenheimen waren und sich um die Einsamen gekümmert haben.
Anna Nowak, Charlottenburg
Damit der Gedanke, die Flüchtlinge verließen ihr Land, um in Deutschland als Schmarotzer zu leben, gar nicht erst aufkommt, sollten mal Fotos von ihnen in ihrer Heimat, mit ihren Wohnungen und in ihrem ursprünglichen Leben gezeigt werden. Dann wäre zu erkennen, dass sie ihr Land nicht verlassen haben, um besser leben zu können, sondern weil Verfolgung und Krieg sie dazu drängte. Ich denke, dass die Flüchtlinge Fotos als Erinnerung mitgenommen haben. Diese könnte man mal zeigen. Ich glaube, die meisten von ihnen haben in ihrem Land ein lebenswertes Leben gehabt mit Wohnung, Beruf und Freunden, bevor dann aber diese unheilvollen Dinge passiert sind und noch passieren.
Marianne Girbig, Mitte
Da werden kurzfristig für 2016 sechs Milliarden Euro, wenn nicht sogar zehn Milliarden, für die Unterbringung von Flüchtlingen locker gemacht. Für sanierungsbedürftige Schulen, Kitas und Sportanlagen ist lange Jahre kein Geld da gewesen. Zudem bedürfen große Bereiche unserer Infrastruktur einer grundlegenden Sanierung. Am Ende werden der Steuerzahler sowie Hilfsbedürftige und Kranke die Dummen sein. Mit Steuererhöhungen und Abstrichen in der Pflege ist zu rechnen.
Bernhard Adomeit, per Mail
Wenn das der von der Kanzlerin angemahnte Ruck durch unser Land sein soll, dann ist er für die Ärmsten in der Gesellschaft misslungen. Angesichts des Mitleid erregenden Flüchtlingsstroms scheint unserer Kanzlerin der Blick für die Menschenwürde der hier schon vorhandenen Hartz-IV-Bezieher verloren gegangen zu sein. Dabei hätte die Anhebung des Regelsatzes wegen des erwirtschafteten Überschusses von 21 Milliarden Euro diesmal doch gerade deutlich höher ausfallen können.
Peter Knief, per E-Mail
Mit Henkel an der Spitze kann die CDU 2016 nur verlieren
Zum Artikel: „Der zaudernde Zweite“ vom 9. September
Die bisherige Bilanz von CDU-Innensenator Frank Henkel ist desaströs. Henkel hat von seinen Versprechungen nichts umgesetzt. Im Programmheft der CDU von 2011 „100 Lösungen für Berlin“ meinte Henkel: „Berlin wird schlecht regiert, das muss sich ändern“. Er wollte „da aufräumen, wo Berlin nicht funktioniert“. Für dieses Programmheft hat die CDU auch noch 50 Cent verlangt. Sein Vorgänger Ehrhart Körting (SPD) war im Amt schon blass, Henkel ist dagegen grau. Mario Czaja wird kritisiert. Aber man muss eingestehen, dass jeder, aus welcher Partei auch immer, beim Flüchtlingsthema seine Probleme hätte. Aber er ist innerhalb der Berliner CDU der Einzige, der Führungsqualitäten hat. Mit Henkel an der Spitze kann die CDU 2016 nur verlieren.
Klaus Okrafka, per Mail

