Politik

„Griechenland kann nie seine Schulden begleichen“

| Lesedauer: 3 Minuten
Katrin Lange

Zum Artikel: „Neue Vorschläge, neue Hoffnung“ vom 11. Juli

Der Internationale Währungsfond (IWF), die Europäische Zentralbank (EZB) und die Europäische Union (EU) als Staatenbund sollten Griechenland nicht als ihr finanzpolitisches Protektorat verstehen und auch nicht als Insolvenzverwalter der Griechen fungieren. Die staatliche Selbstbestimmung Griechenlands sollte der Vormundschaft der Geldgeber nicht zum Opfer fallen. Man stelle sich nur für einen kurzen Moment vor, IWF, EZB und die EU würden Deutschland die gleichen Daumenschrauben und radikalen Reformen wie in Griechenland verpassen: Ein Aufschrei ginge zwischen Flensburg und München durchs Land, weil das Selbstbestimmungsrecht Deutschlands berührt wäre, wie es das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe 2009 in einem Urteil zur EU-Mitgliedschaft erneut festgeschrieben hat.

, per E-Mail

Er hat es fast geschafft. Die nächsten 53 Milliarden Euro liegen greifbar nah. Der normale Bürger versteht die Welt nicht mehr. Da wird vor einer Woche vom griechischen Volk mit großer Mehrheit das Eurokraten-Sparprogramm abgelehnt. Unsere Grünen und Linken jubeln. Das ist Demokratie im Land mit der demokrarischen Urtradition. Und nun, einige Tage später, werden von dem Ablehnungsverfechter Tsipas, diese rigoros abgelehnten Sparauflagen durch das Parlament gepeitscht. Und die Brüsseler Eurokraten jubeln. Dabei weiß jeder in Brüssel und in den Euroländern, dass die Griechen die Auflagen nie erfüllen werden. Ich würde, wenn es so weitergeht, jetzt und heute einen großen Schuldenschnitt vorsehen, denn sonst müssen unsere Kinder und Kindeskinder die von den Eurokraten angerührte Suppe auslöffeln. Griechenland kann nie seine Schulden begleichen, auch nicht in 30 Jahren.

, Mahlow

Das Maß ist übervoll, lasst die Griechen ziehen. Jahrzehntelang wurden Subvention mitgenommen und verpulvert. Wo sind die geblieben? Das möchte so weitergehen, so gehts nicht. Die Leidtragenden sind wie immer die kleinen Leute. Andere Staaten haben es auch geschafft, warum nicht auch

die Griechen.

Rudow

Models müssen nicht über

den Fahrdamm staksen

Zum Artikel: „Ein Hoch auf die Mode“ vom 11. Juli

Das Lob für die Modewoche bleibt Frau Kilian unbenommen. Es ist aber nicht einzusehen, warum Models zwei Wochen lang auf dem Fahrdamm unserer einzigen Magistrale herumstaksen müssen, einer Straße, die durch Bauarbeiten und Demos ohnehin ständig unbenutzbar geworden ist. Auch die Pariser legen für die Mode nicht die Champs-Élysées oder den Arc de Triomphe lahm. Und warum ein Modezelt auf dem riesigen Tempelhofer Feld unsere „hippe Trendstadt“ spießig machen soll, erschließt sich dem Ureinwohner nicht. Das alte Tempelhofer Flughafengebäude ist ein hinreißend schönes Bauwerk.

Charlottenburg

Schweinsteiger kann mannur noch Glück zu wünschen

Zum Artikel: „Manchester United lockt Schweinsteiger“ vom 11. Juni

Dann kann man Schweini nur Glück wünschen. Hoffentlich kommt er mit dem „Holzhackerspiel“ klar. Der Jüngste ist er auch nicht mehr und das Alter fordert nun mal sein Tribut. Aber das Pfund ist garantiert stabiler als der zukünftige „Wackel-Euro“. Auch wenn man es für die Bayern bedauert, aber das Leben geht nun mal weiter. Von Quo Vadis Bayern zu sprechen halte ich für etwas verfrüht, das würde eintreten, wenn auch Thomas Müller Abschiedsgedanken hegen sollte. Also alles Gute und viele Grüße an Louis van Gaal, der schon einen Platz reserviert hatte.

, Reinickendorf

( Albert Alten )

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