Krim-Krise

USA und Russland verhängen gegenseitig Einreiseverbote

Wie du mir, so ich dir: In den Auseinandersetzungen um die Krim schaukeln sich die beiden Großmächte USA und Russland gegenseitig hoch und belegen einander mit immer neuen Sanktionen.

Foto: Gary Fabiano,Str / dpa

Die USA und Russland haben wegen der Krim-Krise gegenseitige Sanktionen verhängt. US-Präsident Barack Obama gab am Donnerstag neue Strafmaßnahmen gegen hochrangige Russen bekannt. Zudem machte er mit einem Erlass den Weg für etwaige weitergehende Maßnahmen gegen zentrale Teile der russischen Wirtschaft frei.

Aus Regierungskreisen in Washington verlautete, betroffen seien zwanzig Personen und die Rossija-Bank, die viele hochrangige russische Vertreter als Kunden habe. Kurz darauf verhängte Russland seinerseits Strafmaßnahmen gegen neun US-Abgeordnete und -Regierungsmitglieder. Man habe die USA gewarnt, dass Sanktionen „wie ein Bumerang“ wirken würden, erklärte das Außenministerium in Moskau.

Einreiseverbote treffen einzelne US-Abgeordnete und Regierungsvertreter. Das Außenministerium veröffentlichte eine Liste, auf der unter anderen der Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, John Boehner, und der Chef des Auswärtigen Ausschusses im Senat, Robert Menendez, stehen.

Die Eingliederung der ukrainischen Halbinsel Krim in die Russische Förderation hat zu einem heftigen Streit zwischen Ost und West geführt. Die USA und die EU haben bereits Sanktionen gegen Russland verhängt.