Heftige Kämpfe

Die Hälfte der UN-Beobachter verlässt Syrien

Wegen der heftigen Gefechte haben 150 UN-Mitarbeiter ihre Mission in Syrien abgebrochen. Die Türkei schloss Grenzübergänge für Lastwagen.

Foto: DPA

Vor dem Hintergrund der sich ausweitenden Kämpfe in Syrien haben die Vereinten Nationen die Hälfte ihrer 300 Beobachter aus dem Land abgezogen. 150 Mitglieder der UN-Mission hätten Syrien am Dienstagabend und Mittwoch verlassen, sagten zwei der Beobachter in Damaskus.

Der UN-Sicherheitsrat hatte das Mandat für die Beobachter vergangene Woche nach schwierigen Verhandlungen nochmals um 30 Tage verlängert.

Nach Übergriffen syrischer Oppositioneller auf türkische Lastwagen schloss die Türkei ihre Grenze zu Syrien am Mittwoch für den Güterverkehr. Lastwagen, die Syrien nur als Transitland nutzen wollten, dürften weiterhin passieren, sagte Wirtschaftsminister Zafer Çaglayan. Ausnahmen gebe es auch für Lastwagen aus Syrien, die Güter zur Versorgung der Bevölkerung aus der Türkei holen wollten.

Am vergangenen Sonnabend hatten Angehörige der „Freien Syrischen Armee“ 30 aus der Türkei kommende Lastwagen ausgeraubt und beschädigt. Neun Fahrzeuge wurden zudem in Brand gesteckt. Die Wagen hatten sich im Grenzstreifen zwischen dem syrischen Bab al-Hawa und dem türkischen Grenzübergang Cilvegözu befunden. Die Fahrer konnten sich mit Mühe auf die türkische Seite retten. An der 900 Kilometer langen Grenze der Türkei zu Syrien gibt es 13 Grenzübergänge.

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