Agentur für Arbeit

Tausende Hartz-IV-Empfänger sollen Erzieher werden

Die Bundesagentur für Arbeit will Langzeitarbeitslose zu Erziehern umschulen lassen. 5000 Freiwillige sollen für den Beruf gewonnen werden.

Trotz Kritik will die Bundesagentur für Arbeit 5000 Langzeitarbeitslose zu Erziehern ausbilden. Etwa 800.000 Erwerbslose würden zumindest die schulischen Voraussetzungen dafür erfüllen, sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt der „Rheinischen Post“. Durch intensive Beratung könnten vielleicht rund 5000 für den Beruf gewonnen werden.

Eine Zwangsrekrutierung der Hartz-IV-Empfänger zur Arbeit mit Kindern soll es aber nicht geben. „Für einen solchen Beruf sollte man sich nicht nach Aktenlage entscheiden“, sagte Alt. Interessenten sollten auch zunächst in einer Kita ein Praktikum machen, um herauszufinden, ob Erzieher auch der richtige Beruf für sie sei.

„Die öffentliche Debatte über den Mangel an Kita-Personal hat bei uns schon zu erhöhter Nachfrage und zu erhöhtem Beratungsbedarf geführt“, sagte Alt. Arbeitsministerium Ursula von der Leyen hatte die Aktion angekündigt, weil es in Kindergärten an Personal fehlt. Ein Mangel an Erziehern wird vor allem aufgrund des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige ab August 2013 erwartet.

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