Umweltminister

Regierung will hohe Strompreise für Geringverdiener mildern

Peter Altmaier will Geringverdiener vor den steigenden Kosten der Energiewende schützen. Strom dürfe "nicht zum Luxusgut werden".

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Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat bei steigenden Strompreisen als Folge der Energiewende Staatshilfe für Geringverdiener angeregt. „Strom darf nicht zum Luxusgut werden. Der Staat ist da gefordert, Hilfen anzubieten“, sagte der Minister dem Magazin „Der Spiegel“. „Über die besondere Situation bei einkommensschwachen Haushalten werde ich mit den Wohlfahrtsverbänden reden. Die Belastungen beim Strompreis müssen erträglich bleiben.“

Altmaier will auch Beratungsprogramme der Kommunen unterstützen, die Bürger mit Einspartechniken vertraut machen. „Gerade einkommensschwache Schichten trifft ein hoher Strompreis manchmal härter, weil sie über weniger energieeffiziente Hausgeräte, weniger Energiesparlampen verfügen“, sagte der CDU-Politiker der „Wirtschaftswoche“.

Die Bundeswirtschaftsministerium rechnet nach „Spiegel“-Informationen schon im kommenden Jahr mit deutlich steigenden Strompreisen. Eine Familie mit drei Mitgliedern werde demnach im Durchschnitt bis zu 175 Euro zusätzlich für Strom zahlen müssen. Der Zuschlag für die Ökostrom-Förderung werde von derzeit 3,59 Cent pro Kilowattstunde auf 4,7 bis 5,3 Cent steigen. Außerdem wirkten sich die Kosten des Netzausbaus aus. Das Ministerium stütze sich auf eine Prognose der Bundesnetzagentur, schreibt der „Spiegel“.