Partei

Marina Weisband hält Piraten für nicht regierungsfähig

Die politische Geschäftsführerin der Piraten sieht ihre Partei nicht in der Regierung. Sie wären ein "furchtbar nerviger Koalitionspartner"

Foto: DAPD

Die scheidende politische Geschäftsführerin der Piratenpartei, Marina Weisband, hält ihre eigene Partei für derzeit nicht regierungsbereit. „Ich sehe uns nicht in der Regierung, weil wir ein furchtbar nerviger Koalitionspartner wären“, sagte sie der „Bild“-Zeitung vom Dienstag. „Wir müssen erst mal Erfahrungen in einem Parlament sammeln, bevor wir über Regierungsverantwortung nachdenken können“, fügte sie hinzu.

Die 24-Jährige, die Ende April beim Bundesparteitag der Piraten nicht mehr für einen Vorstandsposten kandidieren wird, sagte weiter, sie wünsche sich eine Veränderung der Politik, damit ein „starkes Nervenkorsett“ nicht mehr Voraussetzung für ein Politikerleben sei. „Wenn wir nur nervenstarke Menschen an die Macht lassen, entstehen Nachteile.“ Weisband hatte Ende Januar angekündigt, beim Parteitag nicht mehr kandidieren zu wollen. Als Grund nannte sie unter anderem ihre Gesundheit sowie den Wunsch, ihr Studium abschließen zu wollen.