Bolivien

Ex-Militärchefs wegen Massaker verurteilt

Dutzende Menschen starben bei der blutigen Niederschlagung von Protesten im Jahr 2003 in Bolivien. Dafür müssen nun ehemals hochrangige Militärs bis zu 15 Jahre in Haft.

Der oberste Gerichtshof in Bolivien hat fünf ehemalige hochrangige Militärs wegen der blutigen Niederschlagung von Protesten im Jahr 2003 zu Haftstrafen von zehn bis fünfzehn Jahren verurteilt. Bei dem gewaltsamen Vorgehen gegen Demonstranten waren mindestens 64 Menschen gestorben. Zwei ehemalige Mitglieder des bolivianischen Kabinetts wurden wegen Mittäterschaft zu jeweils drei Jahren Haft verurteilt.

Die Demonstranten hatten einen Stopp der Gasexporte nach Chile gefordert. Die Empörung nach der blutigen Niederschlagung der Proteste hatte den damaligen Präsidenten Gonzalo Sanchez de Lozada ins Exil gezwungen. Sein Nachfolger Evo Morales hat seitdem versucht, ihn ebenfalls vor Gericht zu bringen.

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