Notizbuch

USA werten Bin Ladens Terror-Ideensammlung aus

Bei der Erstürmung des Anwesens Bin Ladens haben die Navy Seals auch ein Notizbuch des Al-Qaida-Chefs gefunden. Es enthält Ideen für mögliche Terroranschläge – aber keine konkreten Pläne. Die Informationen wertet nun die CIA aus.

Der US-Regierung ist Medienberichten zufolge ein aufschlussreiches Notizbuch von Terroristenführer Osama bin Laden in die Hände gefallen. Das amerikanische Spezialkommando habe das Buch bei seiner Blitzaktion gegen den Al-Qaida-Chef in der vergangenen Woche in seinem Unterschlupf in Pakistan gefunden, berichteten die Fernsehsender CNN und ABC am Mittwoch.

Es enthalte zahlreiche handschriftliche Ausführungen über die Doktrin von Al-Qaida und mögliche Terrorziele sowie Angaben, wie Angriffe durchzuführen seien. Auch hohe amerikanische Feiertage wie der Unabhängigkeitstag am 4. Juli seien aufgelistet worden.

Aus dem Notizbuch stammen den Berichten zufolge auch bereits bekanntgewordene Hinweise, dass die Terrororganisation zum zehnten Jahrestag der Attentate vom 11. September 2001 spektakuläre Anschläge auf Züge in den USA plante. Allerdings handele es sich bei den Aufzeichnungen nicht um konkrete Planungen, sondern eher um „die Ideen“ von Bin Laden, wie ein ungenannter US-Regierungsbeamter gegenüber CNN sagte.

Der US-Geheimdienst habe durch Handschriftanalysen festgestellt, dass die Notizen von dem Top-Terroristen persönlich verfasst worden seien. Die Ermittler benötigten noch viel Zeit, alle Informationen in dem Buch auszuwerten, hieß es weiter.

Abgeordnete dürfen Fotos des getöteten Bin Laden sehen

Bei der nächtlichen Kommandoaktion in Bin Ladens Unterschlupf im pakistanischen Abbottabad hatte das US-Sonderkommando vor allem Computer, Festplatten und andere Speichermedien sichergestellt.Um auch letzte Zweifel an der Aktion auszuräumen, will der US-Geheimdienst CIA mehreren US-Kongressabgeordneten die Fotos des getöteten Al-Qaida-Chefs zeigen.

Der demokratische Abgeordnete Dutch Ruppersberger werde noch in dieser Woche ins CIA-Hauptquartier in Langley im US-Bundesstaat Virginia reisen, um sich die Bilder anzusehen, sagte seine Sprecherin am. Wie im Kongress zu erfahren war, dürfen auch weitere Mitglieder der Geheimdienst- und Verteidigungsausschüsse beider Parlamentskammern die Fotos sehen. Die US-Regierung hat entschieden, dass keine Fotos des getöteten Terroristenführers veröffentlicht werden.

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