Plagiatsvorwürfe

Koch-Mehrin soll sich vor Uni-Ausschuss erklären

Nach Erhärtung der Plagiatsvorwürfe gegen die Doktorarbeit von Silvana Koch-Mehrin hat die Universität Heidelberg eine Stellungnahme der FDP-Politikerin gefordert. Diese sei nötig für das Urteil, ob Koch-Mehrin der Doktortitel tatsächlich aberkannt wird.

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Der liberalen Spitzenpolitikern soll laut einem Zeitungsbericht der Doktortitel aberkannt werden wegen Abschreibens ohne Quellenangabe.

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Die Universität Heidelberg erwartet von der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin wegen der Plagiatsvorwürfe im Zusammenhang mit ihrer Doktorarbeit eine Stellungnahme. Eine Sprecherin der Universität sagte am Dienstag, bisher liege von Koch-Mehrin noch keine entsprechende Erklärung vor. Das Prüfverfahren dauere nach wie vor an. Erst nach Vorliegen der Stellungnahme werde es zu einer Bewertung der Plagiatsvorwürfe kommen.

Nach Angaben des Vorsitzenden des zuständigen Promotionsausschusses und Dekan der Philosophischen Fakultät, Manfred Berg, ist mit einer „Entscheidung in der Sache“ nicht vor Ende Mai, Anfang Juni zu rechnen.

Laut einem Vorabbericht des Berliner „Tagesspiegel“ soll sich der Verdacht gegen Koch-Mehrin erhärtet haben. Es seien mehrere Plagiate in ihrer Dissertation zum Fach Wirtschaftsgeschichte festgestellt worden, die als erheblicher Regelverstoß gewertet würden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Universitätskreise. Die Verleihung der Doktorwürde sei damit rechtswidrig gewesen und könne zurückgenommen werden.

Die Doktorarbeit der FDP-Europapolitikerin zum Thema „Historische Währungsunion zwischen Wirtschaft und Politik“ war 2001 veröffentlicht worden und umfasst 227 Seiten. Nach Recherchen der Internetseite vroniplag sollen sich auf einem erheblichen Teil der Seiten angebliche Plagiate finden.