Erster Bürgermeister

Ahlhaus ist Hamburgs neuer starker Mann

Christoph Ahlhaus erhielt bei der Wahl zum Bürgermeister mehr Stimmen, als die schwarz-grüne Koalition Abgeordnete stellt.

Christoph Ahlhaus (CDU) ist in Hamburg zum neuen Ersten Bürgermeister der Hansestadt gewählt worden. Auf ihn entfielen 70 der 121 Parlamentarier. 50 Abgeordnete votierten gegen ihn, es gab eine Enthaltung. Der 40-jährige Politiker wurde damit Nachfolger von Ole von Beust (CDU), der nach neunjähriger Amtszeit am 18. Juli seinen Rücktritt erklärt hatte. Ahlhaus, seit Mai 2008 Innensenator im schwarz-grünen Senat, ist der erste katholische Bürgermeister in Hamburg seit Kriegsende.

Bischof Gerhard Ulrich, Vorsitzender der nordelbischen Kirchenleitung, wünschte Ahlhaus Gottes Segen und „allzeit eine gute Hand“ für die neue Aufgabe. „Möge es Ihnen gelingen, die in der Hansestadt vertretenen unterschiedlichen Kulturen und Religionen in das gesellschaftliche Gemeinwesen einzubinden“, heißt es in einem Gratulationsschreiben des Bischof. Er sei zuversichtlich, mit Ahlhaus die gute Zusammenarbeit erfolgreich fortsetzen zu können, wie sie mit Ole von Beust möglich gewesen sei.

Ahlhaus, 1969 in Heidelberg geboren, hatte vor seinem Jura-Studium zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann absolviert. 1985 trat er in die CDU ein und brachte es bis zum stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisverbandes Heidelberg. 2001 wechselte er nach Hamburg und wurde hier Landesgeschäftsführer der CDU. Von 2004 bis 2006 war er Mitglied der Bürgerschaft, im April 2006 berief ihn Bürgermeister von Beust zum Innensenator.