Zwei Tage nach dem vereitelten Terroranschlag auf eine traditionelle Weihnachtsbaumfeier im US-Bundesstaat Oregon ist auf die Moschee, die auch vom verhinderten mutmaßlichen Attentäter besucht wurde, offenbar ein Brandanschlag verübt worden. Ein Raum der Moschee in Corvallis, dem Heimatort des 19-jährigen Tatverdächtigen, brannte nach Angaben der Behörden vom Sonntag in der vergangenen Nacht vollständig aus, mehrere weitere Räume seien beschädigt worden. „Das Feuer scheint absichtlich gelegt worden zu sein“, teilte die Feuerwehr in Corvallis mit. Die Flammen konnten demnach nach etwa zehn Minuten gelöscht worden. Bei dem Brand sei niemand verletzt worden.

Der Imam der Moschee in Corvallis, Yosof Wanly, sagte dem Fernsehsender KVAL, er kenne den mutmaßlichen Attentäter, dieser habe jedoch „niemals“ über den Dschihad diskutiert. Es sei „bedauernswert“, dass er auf negative Art und Weise Aufmerksamkeit auf den Islam lenke.

Die US-Sicherheitsbehörden hatten am Freitag einen Anschlag während der traditionellen Weihnachtsbaumfeier in Oregon vereitelt. Während der Beleuchtungszeremonie in Portland versuchte der 19-jährige aus Somalia stammende US-Staatsbürger nach Angaben des Justizministeriums eine vermeintliche Autobombe zu zünden. Der Sprengsatz war demnach jedoch inaktiv, da der Mann zuvor verdeckten Ermittlern aufgesessen war.

Der Mann, der seit 2009 unter Beobachtung des FBI stand, wurde festgenommen. Laut Anklageschrift nahm er im August vergangenen Jahres E-Mail-Kontakt zu einem in Pakistan lebenden mutmaßlichen Terror-Drahtzieher auf, um sich am Dschihad zu beteiligen.

AFP/cn