Die frühere US-Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin hat im Zusammenhang mit dem Korea-Konflikt einen peinlichen Ausrutscher hingelegt. Die USA müssten an der Seite „unserer nordkoreanischen Verbündeten“ stehen, erklärte die Galionsfigur der Ultrakonservativen in einem Radiointerview.

Moderator Glenn Beck wies Palin umgehend auf ihren Fehler hin, und die konservative Website „The Weekly Standard“ nahm die frühere Gouverneurin von Alaska in Schutz. Das verschonte Palin allerdings nicht vor Kritik ausländischer Medien: Sie „hat es wieder getan“, schrieb die „Times of India“, und die britische Zeitung „Daily Mail“ riet Palin, ihre Geografie-Kenntnisse aufzupolieren.

Die frühere Gouverneurin hatte sich vor zwei Jahren zum Gespött gemacht, als sie in einem Interview mit ihren außenpolitischen Kompetenzen punkten wollte. Auf die Frage, welche Einblicke sie in Alaska in die Politik der russischen Regierung gewonnen habe, hatte sie geantwortet, man könne Russland sogar von einer Insel in Alaska sehen.

Palin träumt weiter

Ihre politischen Ziele hat Palin noch nicht aufgegeben. Dem Sender ABC sagte Palin in der vergangenen Woche, dass sie eine Kandidatur als Präsidentin in Betracht ziehe. Auf die Frage, ob sie sich zutraue, Obama zu schlagen, antwortete die frühere Gouverneurin von Alaska: „Ich glaube, ja.“

US-Präsident Barack Obama macht sich noch keine Gedanken über einen mögliches Wahl-Duell mit Sarah Palin. In einem am Mittwoch aufgenommenen Interview mit dem US-Fernsehsender ABC sagte er, er respektiere Palins politische Fähigkeiten. Aber ob die ehemalige Kandidatin für das Vize-Präsidentenamt 2012 auch für den Chefsessel kandidieren werde, beschäftige ihn noch nicht. Palin habe „einen starken Rückhalt in der Republikanischen Partei“, doch er versuche, der bestmögliche Präsident zu sein. Wenn er gute Arbeit leiste, werde der Rest von selbst kommen, sagte Obama.

dapd/AFP/ws