Der Wagen des rot-grünen Bundespräsidenten-Kandidaten Joachim Gauck ist auf dem Weg zum Münchner Flughafen am Mittwoch in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt worden. Ein Radfahrer wurde dabei verletzt. Der Präsidentschaftskandidat und sein Chauffeur, ein Fahrer der bayerischen SPD-Fraktion, blieben unverletzt.

Nach ersten Erkenntnissen wollte der Radfahrer die Straße überqueren, auf der der Wagen fuhr. Der Radler fuhr durch eine Parklücke zwischen zwei Autos auf die Straße und wurde von Gaucks Fahrer deshalb erst im letzten Moment gesehen, wie ein Polizeisprecher berichtete.

Ein parkender Kleinbus habe dem Fahrer zudem die Sicht erschwert. Der 29-jährige Radfahrer prallte auf die Motorhaube und gegen die Windschutzscheibe des Landtagsautos und wurde dann rund sechs Meter durch die Luft geschleudert. Er blieb bewusstlos liegen und wurde in kritischem Zustand in eine Klinik gebracht.

Inzwischen schwebt der Mann nach Angaben der SPD-Landtagsfraktion nicht mehr in Lebensgefahr. Gauck habe den Mann bereits im Krankenhaus besucht, sagte ein Fraktionssprecher in München. Am Steuer des Wagens saß ein langjähriger Fahrer der SPD-Fraktion.

Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Harald Güller, sagte, der Unfall sei „wohl unvermeidbar“ gewesen. Der 56-jährige Fahrer, der sehr erfahren sei und schon viele Jahre für die SPD tätig sei, sei auch nicht im Zeitdruck gewesen. „Er war ganz normal in der Zeit, im Plan.“

Gauck hatte zuvor bei seinem ersten bayerischen Wahlkampf-Auftritt im Landtag um Stimmen von Freien Wählern, CSU und FDP geworben.

dpa/ks