Bei einem Anschlag auf einem belebten Markt im pakistanischen Peschawar sind zahlreiche Menschen getötet worden. Berichten zufolge sollen es mehr als 90 sein. Es sei zu erwarten, dass die Zahl der Opfer noch steige, erklärte ein Arzt. Der stellvertretende Ministerpräsident der Nordwest-Grenzprovinz, Bashir Bilour, sagte, bis zu 200 Menschen könnten bei dem Anschlag in der Provinzhauptstadt verletzt worden sein.
Bei zwölf der Toten handele es sich um Frauen. Der Sprengsatz detonierte in der Altstadt und löste ein Feuer aus, das mehrere Gebäude erfasste.
Wenige Stunden zuvor war US-Außenministerin Hillary Clinton in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad eingetroffen. Ihr dreitägiger Besuch ist dazu gedacht, mit der Regierung in Pakistan über das Vorgehen gegen Aufständische zu beraten.
Auf ihrem Flug nach Pakistan lobte die US-Außenministerin die Offensive der pakistanischen Armee gegen die Taliban im Grenzgebiet zu Afghanistan. „Wir bewundern, was das pakistanische Militär macht“, sagte sie. Der Kampf gegen die Extremisten sei auch im Interesse Pakistans.
Nach Angaben der Armee sind seit Beginn der Offensive im Stammesgebiet Süd-Waziristan am 17. Oktober etwa 240 Aufständische und 30 Soldaten getötet worden. Im Gegenzug haben die Taliban ihre Anschläge im Land verschärft, die alleine im Oktober mehr als 200 Menschen das Leben kosteten.
Clinton will bei der dreitägigen Visite mit der politischen und der militärischen Führung des Landes zusammentreffen, sagte ein Sprecher des pakistanischen Außenministeriums. Sie wollte außerdem Stammesälteste aus der unruhigen Nordwest-Grenzregion und Wirtschaftsvertreter sprechen. Pakistan ist ein wichtiger Verbündeter Washingtons im Kampf gegen den Terrorismus.
dpa/Reuters/AFP/AP/dcs/cn





