Vorfall in Ägypten

US-Reporterin verprügelt und sexuell genötigt

Laut dem US-Sender CBS wurde die Reporterin Lara Logan in Kairo von einem Mob attackiert und sexuell genötigt – während der Feiern zum Sturz Mubaraks.

Foto: Reuters / Reuters/REUTERS

Während der Berichterstattung nach dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak ist nach Angaben des US-Fernsehsenders CBS seine Reporterin Lara Logan angegriffen und sexuell genötigt worden.

Die 39-jährige erhole sich zurzeit in einem Krankenhaus in den USA, teilte CBS mit . Zum Schutz der Privatsphäre Logans würden keine weiteren Details zum Vorfall genannt.

Der Übergriff ereignete sich den Angaben zufolge bereits am vergangenen Freitag auf dem Tahrir-Platz in Kairo – unmittelbar nach der Bekanntgabe von Mubaraks Rücktritt.

Die Journalistin, ihr Team und mehrere Sicherheitsleute seien von einer Gruppe von mehr als 200 Menschen umringt worden, erklärte der Sender. Logan sei von ihren Mitarbeitern getrennt, brutal verprügelt und sexuell genötigt worden. Gerettet wurde sie den Angaben zufolge von mehreren Frauen und schätzungsweise 20 ägyptischen Soldaten. Am Samstag kehrte sie in die USA zurück.

Dem Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) zufolge sind seit Ende Januar mindestens 140 Korrespondenten bei der Berichterstattung über die Proteste in Ägypten verletzt oder getötet worden. Ein einheimischer Reporter wurde während der Unruhen angeschossen und erlag später seinen Verletzungen.

Die gebürtige Südafrikanerin Logan arbeitet für "CBS News" als Chefreporterin im Ausland. Unter anderem berichtete sie mehrere Jahre lang als Kriegskorrespondentin über den Afghanistan-Konflikt. Für ihre Arbeit gewann sie mehrere Preise, darunter den Emmy Award.