Bitte aus Ägypten

Europäische Union soll Mubarak-Konten einfrieren

Die ägyptische Regierung hofft, dass die Europäische Union die Konten Husni Mubaraks einfriert. Hierzu ist ein offizieller Beschluss nötig.

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Ägypten hat die Europäische Union (EU) darum gebeten, die europäischen Konten des Ex-Präsidenten Husni Mubarak einzufrieren. Das verlautete aus EU-Kreisen in Brüssel.

Diplomaten sollten bereits am Dienstag darüber beraten, hieß es weiter. Auch das EU-Land Großbritannien hatte zuvor eine solche Anfrage aus Ägypten erhalten. Die Schweiz fror Mubaraks Konten bereits ein.

Bevor die Konten gesperrt werden können, müssen die 27 EU-Länder einen offiziellen Beschluss fassen. Das könnten auch die Botschafter übernehmen.

Mubarak galt lange als enger Verbündeter der Europäer in der politisch ausgesprochen heiklen Nahost-Region. Noch 2009 hatte ihn die EU zum privilegierten Partner der Mittelmeerunion gemacht, die die Länder des südlichen Mittelmeerraums enger an die EU binden soll. Sein Vermögen wird auf 70 Milliarden Dollar (knapp 52 Milliarden Euro) geschätzt.

Im Falle Tunesiens hatten die EU-Außenminister beschlossen, die europäischen Konten des geflohenen Ex-Machthabers Zine el Abidine Ben Ali und seiner Familie einzufrieren.