Nordkorea

Krönt Kim Jong-il seinen Nachfolger per Pelzmütze?

Foto: AFP

In Südkorea ist man sicher, dass Nordkoreas Diktator die Machtübertragung an seinen Sohn Kim Jong-un vorbereitet. Das Indiz: eine Mütze.

Wie sehr man bei Nachrichten aus Nordkorea im Trüben fischt, zeigen die Spekulationen rund um die Kopfbedeckungen seiner Führer. Experten rätseln derzeit etwa, wie hoch der Sohn des „geliebten Führers” Kim Jong-il, Kim Jong-un, inzwischen in der Hierarchie des Landes steht.

Nun gibt es einen neuen Hinweis zur Stellung des designierten Nachfolgers: Der Junge muss wohl in der Rangfolge gerade wieder eine Stufe höher geklommen sein, meint ein Regierungsbeamter aus Südkorea, denn er darf offensichtlich schon dieselbe Mütze tragen wie Papa. Das winterliche Markenzeichen des Staatschefs: eine voluminöse Fellmütze im russischen Stil.

Ein Überläufer aus dem Norden erklärt: „Der Hut wurde von einem ausländischen Fachmann aus Otterfell der besten Qualität maßgefertigt. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass niemand anderes so einen Hut tragen darf. Wenn also Kim Jung-un nun so ein Exemplar aufsetzt, bedeutet das, dass er fast denselben Status erreicht hat, wie sein Vater."

Während Vater Kim sein gutes Stück schon seit Wintereinbruch im Oktober auf dem Kopf trug, wurde sein Sohn erst am 16. Dezember zum ersten Mal damit gesehen. Für die Analysten steht also fest: Kim Jong-un ist seit Mitte Dezember als Erbe etabliert. Die Zeit der internen Konsolidierung ist offenbar vorüber.

Zwar wurden auch schon enge Vertraute des „geliebten Führers” mit ähnlichen Mützen gesichtet, doch, so die Quelle aus der südkoreanischen Regierung, „wenn Sie genauer hinsehen, werden Sie bemerken, dass es sich dabei um industrielle Produkte von weit geringerer Qualität handelt”.

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