Prostitution

Baden-Württemberg plant strenge Regeln für Bordelle

Ministerin Stolz will die Rechte der Prostituierten stärken – als Reaktion auf "Sex-Flatrates". Für Bordelle soll man eine Genehmigung brauchen.

Foto: picture-alliance/ dpa / dpa

Baden-Württemberg will einen besseren Schutz für Prostituierte durchsetzen. Am kommenden Freitag beschäftigt sich der Bundesrat mit einer Initiative von Sozialministerin Monika Stolz (CDU), die mit schärferen Gesetzen die Rechte der Frauen stärken will, berichten die „Stuttgarter Nachrichten“. Es werde eine klare Mehrheit für den Vorstoß erwartet.

Der Antrag sehe vor, dass Bordelle künftig nur noch mit behördlicher Genehmigung betrieben werden dürfen. „Wer ein Bordell eröffnen will, kann dies bisher ohne Genehmigung tun. Das soll damit unterbunden werden“, sagte Stolz. Außerdem sollen die Behörden die Genehmigung wieder entziehen können, wenn Betreiber wegen Delikten wie Menschenhandel oder Urkundenfälschung auffallen.

Die Debatte war aufgekommen, als im Jahr 2009 in Fellbach (Rems-Murr-Kreis) und in anderen deutschen Städten sogenannte Flatrate-Bordelle bekanntgeworden waren. Freier konnten dort für einen Pauschalbetrag von täglich 70 bis 100 Euro Sex nach Belieben haben. Das hatte bei Frauenverbänden, aber auch in der Politik heftige Kritik ausgelöst.

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