Beim Kinderkriegen sind die Deutschen europaweit Schlusslicht. Anders als in allen anderen EU-Ländern sei die Zahl der Geburten in Deutschland im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2007 leicht rückläufig gewesen, teilte das europäische Statistikamt Eurostat in Brüssel mit.

Dabei lag Deutschland auch 2007 ohnehin schon auf dem letzten Platz unter den 27 Mitgliedsländern.

Mehr Sterbefälle als Geburten gab es der Übersicht zufolge in Deutschland, Italien, den baltischen Staaten sowie Bulgarien, Rumänien und Ungarn. Für die Bundesrepublik gibt die EU-Behörde die vorläufige Geburtenzahl mit 675.000 an bei 844.000 Sterbefällen.

Auf 1000 Einwohner kamen in Deutschland demnach 2008 nur noch 8,2 Geburten, statt 8,3 im Jahr davor.

Die höchsten Geburtenziffern hatten Irland mit 16,9, Frankreich mit 13 und Großbritannien mit 12,9 Geburten pro 1000 Einwohner.

Europaweit stieg die durchschnittliche Zahl der Neugeborenen pro 1000 Einwohner im Vorjahresvergleich um 0,3 auf 10,9. Insgesamt kamen EU-weit 5,4 Millionen Babys zur Welt.

Das Statistikamt veröffentlichte auch allgemeine Bevölkerungszahlen. Demnach lebten am 1. Januar 2009 laut vorläufigen Berechnungen 499,8 Millionen Menschen in den 27 EU-Staaten – ein Plus von 2,1 Millionen im Vergleich zum 1. Januar 2008. Davon gingen 1,5 Millionen auf das Konto von Einwanderungen.

EPD/dpa/cn