An der Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) steht zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine Frau. Die Hannoveraner Landesbischöfin Margot Käßmann wurde am Mittwoch auf der EKD-Synode in Ulm erwartungsgemäß zur neuen Vorsitzenden des Rats der EKD gewählt. Sie erhielt 132 von 142 Stimmen. Nur fünf Synodale stimmten gegen Käßmann, vier enthielten sich, eine Stimme war ungültig. „Im Vertrauen auf Gottes Hilfe nehme ich die Wahl an“, sagte Käßmann.

Käßmann war die einzige Kandidatin für den Ratsvorsitz. Sie löst damit den Berliner Bischof Wolfgang Huber ab, der nach einer Amtsperiode aus Altersgründen ausschied. Käßmann ist nun für zunächst sechs Jahre gewählt.

AFP/tsch