Versuchter Axt-Mord

Westergaard-Attentäter steht in Aarhus vor Gericht

Ein Jahr nach dem versuchten Mordanschlag auf den dänischen Karikaturisten Westergaard steht der Attentäter vor Gericht. Ihm droht lebenslange Haft.

Foto: AP / AP/DAPD

Gut ein Jahr nach dem Mordanschlag auf den dänischen Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Wegen des großen Medieninteresses wurde die erstinstanzliche Verhandlung in das Gebäude eines höheren Gerichts in der Stadt Aarhus verlegt.

Der Prozessauftakt wurde von strikten Sicherheitsvorkehrungen begleitet, die dänische Polizei setzte vor dem Gerichtsgebäude Spürhunde und Metalldetektoren ein. Das Urteil wird für Anfang Februar erwartet.

Ein 29 Jahre alter Somalier ist wegen versuchten Mordes an Westergaard und einem Polizisten sowie wegen eines versuchten Terrorakts angeklagt. Er muss sich in Aarhus außerdem wegen Verletzung des Waffenrechts verantworten. Ihm droht lebenslange Haft.

Der Attentäter war am 1. Januar 2010 mit einer Axt und einem Messer bewaffnet in Westergaards Haus im Westen Dänemarks eingedrungen. Westergaard konnte sich in Sicherheit bringen und die Polizei rufen. Der 75-Jährige war wegen einer Karikatur des Propheten Mohammed, die diesen mit einem Turban in Form einer Bombe zeigte, weltbekannt geworden.

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