Der designierte SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel stößt in der Bevölkerung auf Skepsis. Nur 32 Prozent der Deutschen erwarten nach einer Forsa-Umfrage für das Magazin „Stern“, dass der noch amtierende Umweltminister seine Partei aus der Krise führen kann. Unter den SPD-Anhängern trauen Gabriel 44 Prozent eine erfolgreiche Arbeit zu – 39 Prozent dagegen nicht.

57 Prozent der Befragten halten Gabriel jedoch für kompetent und schlagfertig, 54 Prozent meinen, er habe Visionen für die Zukunft.

Gabriels künftige Generalsekretärin Andrea Nahles bekommt mehr Vorschusslorbeeren: 48 Prozent der Bürger glauben, dass sie ihren Job gut machen werde – nur 24 Prozent bezweifeln das. Von den SPD- Sympathisanten erwarten 58 Prozent, dass Nahles eine gute Generalsekretärin wird.

Bei der Sonntagsfrage stürzt die SPD kurz nach der Bundestagswahl weiter ab. Im aktuellen „Stern-RTL-Wahltrend“ des Forsa-Instituts kommen die Sozialdemokraten nur noch auf 22 Prozent – ein Prozentpunkt weniger als bei der Bundestagswahl.


Der Chef des Forsa-Instituts, Manfred Güllner, führt den Wert der SPD auf die innerparteilichen Diskussionen über den Umgang mit der Linkspartei zurück. „Sucht die SPD ihr Heil im Linksrutsch, könnte sie bald schon unter die 20-Prozent-Marke fallen“, sagte Güllner dem „Stern“.

Auch Grüne und FDP verlieren in der Umfrage jeweils einen Prozentpunkt und liegen bei 10 und 14 Prozent. Linke und Union gewinnen dagegen jeweils einen und liegen nun bei 13 und 35 Prozent.

Für die Erhebung hatte das Forsa-Institut vom 28. September bis zum 2. Oktober 2501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger befragt. Den Werten zur neuen SPD-Führung liegen die Antworten von 1001 Befragten vom 1. und 2. Oktober zugrunde.

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dpa/ddp/ks