Zwei Monate nach den Massenvergewaltigungen im Osten Kongos haben UN-Soldaten einen Milizenführer festgenommen. Der Mann, der sich selbst „Oberstleutnant Mayele“ nennt, soll einer der Verantwortlichen für die Taten sein. „Das sind sehr gute Nachrichten für die Menschen in der Demokratischen Republik Kongo“, sagte die UN-Sonderbeauftragte gegen sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten, Margot Wallström. „Es ist ein Sieg der Gerechtigkeit, insbesondere für die vergewaltigten Frauen.“

Ende Juli und Anfang August hatten Rebellen fünf Dörfer überfallen und in einer viertägigen Gewaltorgie mindestens 242 Frauen und Kinder vergewaltigt, einige von ihnen sechsmal. Nur 20 Kilometer von den Dörfern entfernt war ein Posten von UN-Blauhelmen. Die Dorfbewohner fürchteten aber offenbar Racheakte und alarmierten die indischen Soldaten nicht.

dpa/cc