Israels Verteidigungsminister Ehud Barak hat den Abschluss eines Waffenstillstands mit der der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas für den Gazastreifen dementiert. „Wir untersuchen die Möglichkeit, schnell zu eine Waffenruhe zu erreichen“, sagte Barak in einer vom privaten Fernsehsender „10“ übertragenen Ansprache. Noch sei es „zu früh“, um von einer Einigung zu sprechen und zu sagen, wann sie in Kraft treten solle. Die zwischen den beiden Seiten vermittelnde ägyptische Regierung hatte zuvor angekündigt, beide Seiten hätten einem Beginn der Waffenruhe am Donnerstagmorgen um 06.00 Uhr Ortszeit zugestimmt. Die Hamas bestätigte die Vereinbarung.


Falls es ein Abkommen geben werde, sei die Dauer der Waffenruhe unsicher, sagte Barak weiter. Die israelische Armee sei auf jede Entwicklung vorbereitet. Dem israelischen Militärradio zufolge sollte Israels Unterhändler Amos Gilad noch am Dienstag zu Gesprächen mit dem ägyptischen Verhandlungsführer, Geheimdienstchef Omar Suleiman, nach Ägypten reisen.

Da Israel und die Hamas direkte Gespräche abgelehnt hatten, fanden die monatelangen Verhandlungen unter ägyptischer Vermittlung statt. Israel wollte bei den Gesprächen ein Ende des palästinensischen Raketenbeschusses auf israelische Siedlungen vom Gazastreifen aus erreichen. Die Hamas forderte die Aufhebung der israelischen Blockade des Gebietes und eine Öffnung der Grenzübergänge zu den Nachbarstaaten.

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