Europa-Tour

Randale bei George W. Bushs Besuch in London

Auf seiner Abschiedtour durch Europa ist George W. Bush in London angekommen. Dort gab es heftige Proteste gegen den US-Präsidenten und seine Politik. Mehr als 200 Demonstranten versuchten, die Absperrungen in der britischen Hauptstadt zu durchbrechen. Mehrere Menschen wurden verletzt, es gab mehr als 20 Festnahmen.

Die Polizei hat bei Protesten gegen den Besuch von US-Präsident George W. Bush in London 25 Menschen festgenommen. Zehn Polizisten erlitten bei den Auseinandersetzungen leichte Verletzungen, wie die Londoner Polizei in der Nacht mitteilte. Rund 2500 Kriegsgegner hatten sich am Sonntag vor dem Parlament in der britischen Hauptstadt versammelt. Anschließend versuchten sie, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen.


Bush wird am Vormittag in der Downing Street zu Gesprächen mit dem britischen Premierminister Gordon Brown erwartet. Die Polizei ist mit 1200 zusätzlichen Beamten im Einsatz. Die Demonstranten kritisierten vor allem das Vorgehen der beiden Staaten im Irak-Krieg.


In einem Interview mit dem Sender Sky News verteidigte Bush seine Politik. „Wenn irgendjemand im Krieg stirbt, dann lastet das selbstverständlich auf meinem Gewissen. Auf der anderen Seite war es das Richtige, Saddam Hussein loszuwerden.“

Bush wies zudem darauf hin, dass es keine Meinungsverschiedenheiten zwischen den USA und Großbritannien gebe, was den Einsatz im Irak angehe: „Ich habe absolut kein Problem damit, wie Gordon Brown die Dinge im Irak angeht.“ Er deutete aber indirekt auf Kommunikationsprobleme hin, was die Truppenstärke betrifft.

Bush wird nach dem Treffen mit Brown weiter nach Nordirland reisen, wo seine Abschiedstour durch Europa endet.

( AP/cn )

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