Außenminister Franco Frattini erklärte, die Regierung habe sich aus humanitären Gründen für den Schritt entschieden. Eigentlich hätte Malta die Flüchtlinge aufnehmen müssen, sagte er. Die „Pinar“ wird für Montag auf Sizilien erwartet. Über die Nationalität der Flüchtlinge wurden keine Angaben gemacht.
Die „Pinar“ hatte die Menschen am Donnerstag 65 Kilometer von der italienischen Insel Lampedusa entfernt aus Seenot gerettet, ein Mensch wurde tot geborgen. Nach Ansicht der italienischen Behörden befand sich das Schiff in maltesischem Zuständigkeitsgebiet. Die Regierung von Malta hat dagegen erklärt, das Schiff befinde sich näher an Lampedusa.
Zwei erkrankte Flüchtlinge wurden am Freitagabend von einem italienischen Militärhubschrauber zur Behandlung auf die Insel gebracht. Ein Sprecher der Küstenwache sagte, zwei Ärzte seien am Samstagabend an Bord gegangen. Sie hätten 140 Flüchtlinge gezählt, darunter 37 Frauen. Sie seien bei guter Gesundheit.
Die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete jedoch später, einige der Flüchtlinge seien an Windpocken und hohem Fieber erkrankt.
AP/cl









