Im SPD-internen Ringen um den richtigen Rentenkurs fordert der Landesverband Baden-Württemberg einen Mitgliederentscheid. „Ich halte es für sinnvoll, den Parteimitgliedern unterschiedliche Konzepte zur Rente zur Abstimmung zu stellen“, sagte der baden-württembergische SPD-Generalsekretär Peter Friedrich. In der SPD wird derzeit über eine Abkehr von der Rente mit 67 diskutiert. Parteichef Sigmar Gabriel hatte erklärt, er wolle das Gesetz über die Rente mit 67 aussetzen, wenn die Erwerbsquote der über 60-Jährigen so gering bleibe wie heute.
Nach Ansicht des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft muss es langfristig die Rente erst mit 70 Jahren geben. „Wenn wir uns die höhere Lebenserwartung und die abnehmende Geburtenrate in Deutschland anschauen, wird die Rente mit 70 perspektivisch kommen müssen“, sagte IW-Chef Michael Hüther.
Nach geltender Rechtslage wird das gesetzliche Renteneintrittsalter zwischen 2012 und 2029 in monatlichen Schritten von derzeit 65 auf 67 Jahre angehoben. Hüther forderte die Bundesregierung auf, diesen Prozess der Anhebung des Rentenalters über die Marke von 67 Jahren hinaus fortzusetzen. „Wir sollten 2029 nicht aufhören, das Rentenalter anzuheben, sondern auch danach damit fortfahren.“
mac/AFP





