Der stellvertretende arbeitsmarktpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Paul Lehrieder (CSU), hat Zweifel an der Rente mit 67 geäußert. „In den kommenden Jahren müssen die Politik und die Tarifvertragsparteien dafür sorgen, dass die Potenziale der älteren Arbeitnehmer besser genutzt werden“, sagte Lehrieder Morgenpost Online.

„Wenn die Quote der älteren Arbeitnehmer sich nicht erhöht, dann stellt sich die Frage, ob die Rente mit 67 ein Dogma sein muss.“ Lehrieder stellte klar, dass nach dem derzeitigen Recht Arbeitnehmer nach 45 Beitragsjahren auch weiterhin mit 65 Jahren in Rente gehen könnten. Lehrieder sprach sich ferner für die Beibehaltung der Rentengarantie aus.

„Die Rentner müssen damit rechnen können, dass ihre Bezüge nicht weniger werden“, sagte der CSU-Politiker. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hatte die Garantie zuletzt in Frage gestellt. Der Idee von DIW-Präsident Klaus Zimmermann, über eine Rente mit 70 nachzudenken, erteilte Lehrieder eine Absage: „Das ist abstrus. Die Debatte über eine Rente mit 70 dient nur der Verunsicherung der Menschen.“