Angesichts der schlechten Umfragewerte seiner Partei will sich Guido Westerwelle (FDP) der Kritik der Basis stellen. Westerwelle wolle im September und Oktober auf vier Regionalkonferenzen mit Parteimitgliedern zusammenkommen, sagte ein Parteisprecher. Den Auftakt bildet am 12. September ein Treffen in Siegburg, es folgen Termine in Ulm, Schwerin und Halle an der Saale. Für den 24. Oktober ist zudem eine große Kreisvorsitzendenkonferenz in der Berliner Parteizentrale geplant.
Unter der Fünf-Prozent-Marke
Die FDP war in Umfragen zuletzt unter die Fünf-Prozent-Marke gefallen und müsste, wenn jetzt Wahlen wären, um ihren Einzug in den Bundestag bangen. Bei der Bundestagswahl im vergangenen September hatte die Partei noch 14,6 Prozent der Stimmen erhalten.
Am 2. Oktober will die FDP nach Angaben ihres Sprechers mit einem Kongress in Berlin die Debatte über ein neues Grundsatzprogramm eröffnen. Zu den Diskussionen mit mehreren hundert Teilnehmern seien nicht nur Parteimitglieder, sondern auch andere Interessierte willkommen. In einem Beschluss des FDP-Bundesvorstands heißt es, Ziel der Programmdebatte sei es, die „Idee des Liberalismus in der Gegenwart“ neu zu interpretieren. Das neue Programm soll auf dem Bundesparteitag 2012 beschlossen werden.
AFP/zel





