Hamburgs Bürgermeister

Ole von Beust zitiert die Bibel zu seinem Rücktritt

"Alles hat seine Zeit" – mit diesem Bibelzitat begründet der Erste Bürgermeister Hamburgs, Ole von Beust, seinen Rücktritt.

Hamburgs Regierungschef Ole von Beust tritt zurück. Nach fast neun Jahren im Amt kündigte er in der Hansestadt an, seinen Posten zum 25. August aufzugeben. Zuvor hatte er den CDU-Landesvorstand über seine Entscheidung unterrichtet. Es sei der „vernünftige Zeitpunkt“, unabhängig vom Ausgang des Volksentscheides über die Schulreform, sagte Beust. Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel sei unterrichtet.

Nachfolger soll voraussichtlich der bisherige Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) werden. Der 40-Jährige leitet sein Ressort seit zwei Jahren und steht dem einflussreichen CDU-Kreisverband Nord in der Hansestadt vor. Die SPD in Hamburg forderte Neuwahlen. Medienberichten zufolge hat auch die parteilose Kultursenatorin Karin von Welck ihr Amt aufgegeben.

Mit dem 55-jährigen Beust verliert die CDU in Deutschland den sechsten Landesregierungschef innerhalb eines Jahres. Beust regiert das Land seit dem 31. Oktober 2001 – zunächst in einer Koalition mit der FDP und der rechten Schill-Partei, zwischen 2004 und 2008 mit der CDU allein. Seit gut zwei Jahren steht er an der Spitze von Deutschlands erstem schwarz-grünen Bündnis auf Landesebene.

Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) hat seinen Rücktritt damit begründet, dass die biblische Erkenntnis „Alles hat seine Zeit“ auch für Politiker gelte. „Selbstverständlich auch für mich“, sagte der 55-Jährige. „Deshalb habe ich beschlossen, zur nächsten Bürgerschaftswahl 2012 nicht mehr anzutreten.“


( jm )

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