Die Sozialversicherungen haben trotz der akuten Finanzkrise der Hypo Real Estate (HRE) noch immer rund 750 Millionen Euro bei der Immobilienbank angelegt.
Krankenversicherungen haben bei der HRE 411 Millionen Euro angelegt und die Unfallversicherung 106 Millionen Euro. Das berichtet die „Bild“-Zeitung in einem Bericht unter Berufung auf Angaben des Bundesfinanzministerium.
Zum größten Teil wurden die Gelder der Beitragszahler in Schuldscheindarlehen oder Termingeldern angelegt, zu einem geringen Teil auch in Pfandbriefen oder in einem Fall sogar in einer ungedeckten Inhaberschuldverschreibung.
Die Bundesagentur für Arbeit hat dem Bericht zufolge 230 Millionen Euro ihres Versorgungsfonds für ihre Beamten in Form von gedeckten Schuldverschreibungen beim HRE-Konzern investiert.
Der Finanzexperte der FDP-Bundestagsafraktion, Frank Schäffler, kritisierte die Anlagepolitik der Sozialversicherungen. Sie müssten dringend ihr Risikomanagement überprüfen. Der Zeitung sagte er, es sei „unglaublich, dass Sozialkassen dort Gelder anlegen, obwohl die HRE-Finanzprobleme lange bekannt sind.“
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