Der frühere Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine soll künftig als eine Art Sonderbotschafter die Kontakte seiner Partei ins Ausland pflegen. Der Vorstand wählte ihn auf einer Klausurtagung zum Vorsitzenden einer neu gegründeten internationalen Kommission, wie Parteichefin Gesine Lötzsch bekanntgab.
An der Weiterentwicklung des neuen Grundsatzprogramms der Partei wird Lafontaine dagegen nicht mehr federführend beteiligt sein.
Der saarländische Fraktionschef hatte sich im Mai beim Parteitag in Rostock gemeinsam mit dem Co-Vorsitzenden Lothar Bisky aus der Spitze der Bundespartei zurückgezogen. Die beiden hatten gemeinsam die Parteikommission geleitet, die im März den umstrittenen Entwurf für das Grundsatzprogramm vorlegte.
Diese Kommission wird nun durch ein neues Gremium ersetzt, das die weitere Disskussion bis zur Urabstimmung über das Programm Ende 2011 begleiten soll. Mitglieder sind die stellvertretenden Vorsitzenden Katja Kipping und Sahra Wagenknecht, der Landesparteivorsitzende in Sachsen-Anhalt, Matthias Höhn, und der Gewerkschafter Ralf Krämer
dpa/pku





