Der Kandidat von Union und FDP für die Bundespräsidentenwahl, Christian Wulff, plant im Falle seines Wahlsieges den Aufbau einer „Denkfabrik“. „Im neuen Amt wird es um Anstöße zu großen Fragen unserer Zeit gehen wie die Bewältigung der demografischen Entwicklung, die Verhinderung einer Überforderung der jungen Generation sowie die Integration von Migranten“, sagte Wulff der „Bild am Sonntag“.
Deswegen würde er das Schloss Bellevue zu einer Denkfabrik für Deutschland machen. Wissenschaftler, Politiker, Künstler, kluge Köpfe könnten dabei helfen, Anregungen zu geben, das Land modern und zukunftsfest zu machen. Auch die Unterstützung des Kandidaten von Grünen und SPD sei denkbar: „Selbstverständlich. Ich halte sehr viel von Joachim Gauck.“
Angesichts der kurzen Vorbereitungszeit auf das Amt des Bundespräsidenten will Wulff erst am 3. Oktober seine erste bedeutende Rede halten: “Sollte ich gewählt werden, will ich meine erste programmatische Rede am Tag der Deutschen Einheit in Bremen halten. Denn ich möchte mir genug Zeit nehmen, um ausreichend tief zu schürfen und viele daran beteiligen zu können.“
Zur Begründung sagte der niedersächsische Ministerpräsident: “Üblicherweise hat ein Kandidat fast ein halbes Jahr lang Zeit, sich auf das Amt des Bundespräsidenten vorzubereiten. Aufgrund der besonderen Umstände nach dem Rücktritt von Horst Köhler liegen zwischen Nominierung und Wahl aber nur wenige Wochen.“




