Die rumänische Regierung hat mit dem Internationalen Währungsfonds umfangreiche Sparmaßnahmen vereinbart. Dagegen protestierten in Bukarest mehr als 1000 Rentner. Auch im ostrumänischen Galati und in Iasi im Nordosten des Landes gerieten Rentner und Sicherheitskräfte aneinander.

Zum 1. Juni sollen im Zuge extremer Sparmaßnahmen alle Renten in Rumänien um 15 Prozent gekürzt werden. Derzeit liegt die durchschnittliche Rente nach Angaben des Statistikamtes bei 734 Lei (etwa 175 Euro), die Mindestrente bei 350 Lei (85 Euro).

Aufgebrachte Rentner durchbrachen die Absperrzäune vor dem Präsidialamt in Bukarest und forderten ein Treffen mit dem rumänischen Staatspräsidenten Traian Basescu. Mehrere Menschen fielen in Ohnmacht und mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Wegen des ausufernden Budgetdefizits hatten die rumänischen Behörden vergangene Woche mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) neue massive Sparmaßnahmen und Strukturreformen vereinbart.

dpa/pb