Die Wahrscheinlichkeit eines Attentats des Terrornetzwerks al-Qaida in den USA ist innerhalb der nächsten drei bis sechs Monate den Worten des US-Geheimdienstkoordinator Dennis Blair zufolge „gewiss“. Vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats sagte Blair: „Ein Anschlagsversuch ist sicher, würde ich sagen. Sie werden es versuchen.“

Die Terrorgefahr kann Blair zufolge nur durch einen Fahndungserfolg gelindert werden. Solange Al-Qaida-Chef Osama Bin Laden und die Nummer Zwei des Terrornetzwerks, Aiman al-Sawahiri, nicht „gefasst oder tot“ seien, werde al-Qaida an dem Versuch eines Angriffs auf die USA festhalten, sagte Blair.

CIA-Direktor Leon Panetta, der gemeinsam mit Blair und FBI-Direktor Robert Mueller vor den Ausschuss getreten war, sagte, al-Qaida habe Mitglieder in die USA entsandt, die mit dem Netzwerk in Verbindung stünden.

Bei einem etwaigen Anschlag sei es möglich, dass al-Qaida jemanden einsetze, dessen Verbindungen zu Extremisten nicht bekannt seien. Dies sei auch bei dem versuchten Anschlag auf ein US-Flugzeug am ersten Weihnachtstag der Fall gewesen. Der offenbar von der al-Qaida im Jemen ausgebildete junge Nigerianer hatte versucht, die Maschine vor dem Landeanflug auf Detroit in die Luft zu sprengen.

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AFP/fas