Wie auch die Taliban verdienten viele Anhänger des Präsidenten am Rauschgifthandel. Karsai wies die Vorwürfe in Kabul entschieden zurück. Hauptprofiteure seien internationale Verbrecherbanden, sagte er. Seine Regierung habe hunderte Drogenhändler hinter Gitter gebracht.


Schweich, der im Juni aus dem Drogendezernat des Außenministeriums ausgeschieden war, schrieb weiter, der Einfluss der Rauschgift-Barone reiche bis in die Spitzen der Regierung. Drogenhändler hätten Hunderte Polizeiführer, Richter und andere Beamte geschmiert. Schweich kritisierte, das US-Verteidigungsministerium unternehme zu wenig gegen den Anbau von Drogen.


Solange sich die Taliban durch den Rauschgifthandel finanzierten und die Regierung sich zum Zweck des Machterhalts auf Opium stütze, werde der Krieg andauern. Seit 2006 sei der Mohnanbau rapide angewachsen, aus Afghanistan stammten 90 Prozent des weltweit angebotenen Heroins.

AP/cor