Der Vorsitzende der SPD-Medienkommission, Marc Jan Eumann, hat positiv auf den Vorschlag des Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer AG („Bild“, Morgenpost Online), Mathias Döpfner, reagiert, ARD und ZDF sollten auf Werbung und Sponsoring ganz verzichten und im Gegenzug völlige Freiheit im Internet erhalten.
SPD-Medienpolitiker Eumann hält dies für eine „spannende Idee“, wie er am Montag erklärte. Döpfner habe auch Recht, wenn er feststelle, dass nicht von ARD und ZDF Bedrohungen für Presseverlage ausgingen, sondern von Internetkonzernen wie Google und Yahoo. Wenn sich auch andere Verlage Döpfners Vorschlag anschlössen, sei es an der Zeit, „die Gräben zu verlassen und zu einem Gipfel zusammenzukommen“, erklärte der Vorsitzende der SPD-Medienkommission.
Ablehnend reagierte ZDF-Intendant Markus Schächter. „Jetzt ist es raus, worum es den Verlegern wirklich geht“, erklärte Schächter, „um schiere ökonomische Interessenspolitik zur Sicherung ihrer Renditen.“ Döpfner hatte gesagt, die Internet-Reichweite von ARD und ZDF ohne Werbung und Sponsoring würde einem Werbekunden „gar nichts nutzen, einem privaten Verleger also auch nicht schaden“.
Für „ordnungspolitisch sauber“ hielte es Döpfner, wenn ARD und ZDF im Internet „inhaltlich tun und lassen, was sie wollen“ und in Fernsehen, Radio und Internet auf Einnahmen aus Werbung, Sponsoring und E-Commerce verzichten.
epd/dma



