Die SPD-Bundestagsabgeordneten Gunter Weißgerber und Rainer Fornahl dementieren Berichte, sie würden bei der Wahl des Bundespräsidenten am 23. für Horst Köhler und gegen SPD-Kandidatin Gesine Schwan stimmen.
„Das ist falsch“, sagten beide Politiker der „Leipziger Volkszeitung“. Weißgerber sagte, man wisse, dass man für die SPD in der Bundesversammlung sitze. Im vergangenen Jahr habe er „Köhler erträglich und Frau Schwan eben nicht so“ wahrgenommen. „Inzwischen hat sich alles ein bisschen weiterbewegt“, sagte Weißgerber weiter.
Bei Horst Köhler habe der Nachweis des Diebstahls von silbernem Besteck nicht geführt werden können – „warum sollte er dann weg?“ Auf der anderen Seite habe Gesine Schwan auf dem Höhepunkt der hessischen Koalitionswirren durch Unterstützung von Andrea Ypsilanti ihre Kandidatur mit einem „schwer abschreckenden Angebot an die Gysis dieser Welt begonnen“, sagte der SPD-Parlamentarier.
Zumindest für den ersten Wahlgang könnte demnach in der Bundesversammlung die SPD-Kandidatin Gesine Schwan mit einer geschlossenen Unterstützung aus dem SPD-Lager rechnen. Danach müssten die politische Kräfteverteilung und das weitere Kandidatenverhalten abgewartet werden, hieß es dem Artikel zufolge aus der SPD-Zentrale.
Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ hatte berichtet, Weißgerber und Fornahl wollten Schwan nicht wählen. Schwan und SPD-Chef Franz Müntefering sagten dazu, in dem Bericht sei der Stand von vor einem halben Jahr „aufgewärmt“ worden.
ddp/AFP/dcs




