Der hessische Grünen-Chef Tarek Al-Wazir wird nicht für den Bundestag kandidieren. „Ich habe mich nach reiflicher Überlegung nicht gegen Berlin, sondern für Hessen entschieden“, sagte er Spiegel Online . Am Ende habe auch das Bauchgefühl den Ausschlag gegebe. „Das hat mir zu verstehen gegeben, dass ich hier wichtiger bin.“ Es sei „keine einfache Entscheidung gewesen“.
Al-Wazir will sich ganz auf Hessen konzentrieren: „Ich will meinen Teil dazu beitragen, dass wir eine starke Oppositionsarbeit machen und die Oppositionsführerschaft übernehmen“, sagte er. „Die SPD ist weiterhin mit sich selbst beschäftigt“, und bei der CDU von Ministerpräsident Roland Koch „ist teilweise schon wieder diese Arroganz zu beobachten“. Zugleich zeigten sich „Risse im Gefüge der Koch-Partei“. Das mache „diese Legislaturperiode spannender als gedacht“.
Parteichef Cem Özdemir, der sich für Al-Wazirs Wechsel nach Berlin ausgesprochen hatte, sagte dem Onlineportal: „Es ist gut, dass Koch mit Tarek einen starken Gegenspieler hat.“ Er könne die Entscheidung gut verstehen, auch wenn er sie bedaure.
AP/dpa/lk




