Der Iran hat mit der Forderung nach praktischen Schritten auf die jüngste Offerte von US-Präsident Barack Obama reagiert. Dieser hatte dem Iran in einer Videobotschaft einen Neuanfang der Beziehungen angeboten.
Ein ranghoher Regierungsvertreter in Teheran sagte dazu: „Die USA könnten uns freundlich die Hand reichen, indem sie ihr Verhalten grundlegend ändern.“ Die vom Westen initiierten und von den Vereinten Nationen (UN) verhängten Sanktionen gegen den Iran bezeichnete er als falsch. Sie müssten revidiert werden.
Ein Sprecher von Präsident Mahmud Ahmadinedschad sagte, Obamas Äußerungen müssten Taten folgen, um „die Fehler der Vergangenheit zu reparieren“. Die Beziehungen der beiden Staaten könnten aber nicht dadurch neu begründet werden, dass „die Iraner die vorherige feindliche und aggressive Haltung der USA vergessen“.
Wenn die US-Regierung ihre Fehler der Vergangenheit anerkenne und Obama bereit für weitere Schritte sei, werde die iranische Regierung „ihm nicht den Rücken zuwenden“, sagte der Sprecher. Die beiden Staaten hatten im April 1980 die diplomatischen Beziehungen abgebrochen. Seit Jahren liegt der Iran zudem mit der internationalen Gemeinschaft im Streit über sein Atomprogramm.
Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana reagierte erfreut auf Obamas Äußerungen. Die Regierung in Teheran solle sich das Angebot von US-Präsident Barack Obama für einen Neuanfang genau anhören, sagte Solana. Er betonte zugleich, dass der Streit um das iranische Atomprogramm immer noch nicht gelöst sei.
Wenige Stunden nach Obamas Videobotschaft kündigte Teheran an, es werde bis Ende des Jahres das Atomkraftwerk Buschehr in Betrieb nehmen. Das sagte Energieminister Parwis Fattah am Rande des Weltwasserforums in Istanbul. Das Anfang des Jahres nach jahrzehntelanger Bauzeit fertig gestellte Atomkraftwerk diene allein friedlich Zwecken, hob Fattah hervor.
Reuters/AFP/cn




