Die Akzeptanz für die kommende Regierung aus Union und FDP ist nach der Wahl gestiegen. Das hat die Befragung des ZDF-„Politbarometers“ ergeben. Demnach plädiert ebenso eine Mehrheit gegen eine engere Zusammenarbeit von SPD und Linke.
Verglichen mit dem Wahlausgang 2005 ist diesmal eine Mehrheit der Bundesbürger (53 Prozent) mit dem Ausgang der Bundestagswahl „eher zufrieden“. „Eher unzufrieden“ sind 40 Prozent, mit „weiß nicht“ antworteten 7 Prozent. Eine sich abzeichnende Regierung aus CDU/CSU und FDP finden laut „Politbarometer“ 46 Prozent gut, 33 Prozent schlecht und 17 Prozent ist diese Frage egal (weiß nicht: 4 Prozent).
Gut eine Woche vor der Wahl war die Koalition aus Union und FDP noch umstritten. Eine solche Koalition befürworteten 39 Prozent, 37 Prozent bezeichneten sie als "schlecht" und 20 Prozent war die Koalitionsfrage egal (weiß nicht: 4 Prozent). Dennoch trauten lediglich 34 Prozent dieser Konstellation zu, die anstehenden Probleme besser zu lösen als die bisherige Regierung.
Mit steuerlichen Erleichterungen für Arbeitnehmer nach dem Regierungswechsel rechnen nur 29 Prozent. Eine deutliche Mehrheit von 69 Prozent glaubt nicht daran.
Auch wenn die Sozialdemokraten sich selbst noch nicht entschlossen zu haben scheinen, meinen 57 Prozent aller Befragten, dass die SPD nach links rücken wird. 29 Prozent gehen davon aus, dass sich der Kurs nicht ändert und 5 Prozent erwarten einen Schwenk eher nach rechts (weiß nicht: 9 Prozent).
Insgesamt sprechen sich nur 36 Prozent dafür aus, dass die SPD zukünftig stärker mit der Linkspartei zusammenarbeiten soll, 56 Prozent lehnen das ab (weiß nicht: 8 Prozent). Bei den SPD-Anhängern sind 44 Prozent für eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien, 51 Prozent dagegen.
Bei der Neuausrichtung der Parteispitze hat sich noch kein eindeutiges Bild durchgesetzt. Dass der bisherige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel neuer SPD-Vorsitzender werden soll, finden 29 Prozent gut, 23 Prozent nicht gut, 39 Prozent ist die Personalie egal. Bei den SPD-Anhängern sprechen sich 40 Prozent für Gabriel aus, 26 Prozent sind dagegen (26 Prozent: egal).
Für die Umfragen hat die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen Interviews in der Zeit vom 29. September bis 1. Oktober 2009 bei 1 326 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben.
dpa/dcs





